Ich habe jetzt sechs Tage lang bis vorhin keinen Beitrag geschrieben. Hintergrund für diese Zwangspause war natürlich Muckls Geburt und insbesondere die Tatsache, dass ich aufgrund Herzblatts damit verbundenem Krankenhausaufenthalt (fast) rund um die Uhr meine zwei erstgeborenen Kinder betreuen musste.
Am Abend des 14. Dezembers, nachdem ich “Krebs” veröffentlich hatte, rief mich Herzblatt an. Ins Detail möchte ich nicht gehen, aber es gab Anzeichen dafür, dass Muckls Geburt ins Haus stand. Kurz darauf waren wir auch schon zusammen im Krankenhaus. Für die bereits schlafenden Pausbacke und Zwerg Nase hatte Herzblatt kurzfristig freundliche Babysitter aus ihrer Nachbarschaft organisiert.
Im Krankenhaus erfolgten die üblichen Messungen und Untersuchungen (Muttermund, Gebärmutterhals, CTG). Es sah zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich nach einer baldigen Niederkunft aus. Trotzdem wurde Herzblatt sicherheitshalber über Nacht stationär aufgenommen. Ich war gegen 2 Uhr wieder bei den zwei Erstgeborenen und erstattete den Babysittern ausführlich Bericht, die anschließend wieder ein paar Häuser weiter zogen.
Lange konnte ich nicht einschlafen. Die Aufregung…
Gegen 7 Uhr war meine Nacht zuende, nach vielleicht dreieinhalb Stunden Schlaf. Fit war ich nicht unbedingt. Von den Kindern hörte ich zwar noch keinen Mucks, aber ich wusste, dass zumindest Pausbacke spätestens um 8 Uhr auf der Matte stehen und Ansprüche auf mich erheben würde. Und bis dahin war noch einiges zu erledigen: rasieren, duschen, Frühstück für mich und die Kinder vorbereiten – und anschließend, solange die Kids noch schlafen würden, in aller Ruhe meinen Morgenkaffee und ein, zwei Zigaretten rauchen. Lieber stehe ich etwas früher auf, als dass ich unter Zeitdruck gerate. Hektik am Morgen hasse ich wie die Pest. Außerdem war bzw. bin ich hinsichtlich mancher nötigen Verrichtungen (z.B. Frühstück für die Kinder zu machen…) ja auch nicht wirklich “eingespielt” – das erledigt normalerweise die Mama.
Nach dem ersten Schluck Kaffee und einem Zug an meiner Zigarette hörte ich schon Pausbacke rufen: “Papa! Papa! Mein Papa…!“. Zeit, sie zu holen – und das Morgenritual in ihrem Zimmer durchzuführen. Anschließend frühstückten wir. Währenddessen meldete sich auch Zwerg Nase. Kurz darauf saß er in seinem Kinderstuhl. Pausbacke und ich fütterten ihn abwechselnd. Das macht ihr immer richtig viel Spaß.
Nach dem Frühstück: Kinder umziehen. Raus aus den Schlafanzügen – rein in die normalen Tagesklamotten. Und natürlich dabei auch noch die Windeln wechseln. Anschließend: ausgiebig spielen und toben. Die Kleinigkeiten erwähne ich mal nicht: Tisch decken und abräumen, Geschirr spülen, Klamotten für die Kinder zusammensuchen, Müll rausbringen, Betten machen, Spiel-Chaos beseitigen (das heißt: aufräumen…), Boden fegen (und so weiter, und so fort…). And last but not least: kuscheln und trösten. Schimpfen. Ermutigen. Loben. Das ganze Programm halt.
Am späten Vormittag gings ab zu Herzblatt ins Krankenhaus. Eine Fahrt mit den Kindern ist immer ein Abenteuer. Man weiß nie, wie sie dabei drauf sind und was ihnen unterwegs plötzlich einfällt – nicht nur ein-, sondern auch runter, im Auto. Zum Beispiel Pausbackes Kuscheltierchen. Und dann kann sie extrem quängelig und unleidig werden, weil’s der Papa nicht gleich aufheben kann. Aber alle Fahrten an allen Tagen verliefen ziemlich unproblematisch.
Überraschenderweise wurde Herzblatt an diesem Tag (Dienstag) wieder aus der Klinik entlassen. Also, ab nach Hause!
Am Abend desselben Tages: zurück ins Krankenhaus! Und: Geburt. So schnell kann’s gehen…
Natürlich schlief ich auch in dieser Nacht nicht viel, musste aber anderntags trotzdem wieder für die Kinder fit sein. So richtig gelang mir das nicht. Überlebt haben wir’s trotzdem irgendwie.
Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag: normaler Tagesablauf mit Besuch bei Herzblatt, mit den Kindern. Abends war ich immer fix und alle. Froh, meine Ruhe zu haben. Hohe Kinderstimmen finde ich äußerst anstrengend. Mir geht das auch auf die Psyche. Insbesondere die Tatsache, dass Pausbacke sehr klammert. Ich konnte nichts alleine machen. Kurz aufs Klo?! Pausbacke mir hinterher… Schnell mal nach oben, um etwas zu holen?! Nicht ohne meine Tochter… In die Küche, um Geschirr zu spülen?! Pausbacke hängt an meinem Bein. Einfach nur anstrengend. Zwerg Nase ist da nicht ganz so (schlimm)… Jedenfalls wusste ich abends, was ich tagsüber getan hatte… Schlafen konnte ich trotzdem in keiner Nacht gut. Eine Nacht war besonders schwierig: Pausbacke wachte stündlich auf und schrie. Und irgendwann ist auch mal meine Geduld am Ende.
So wie heute. Ich habe mich endlich wieder abgeseilt. Keine Kraft mehr. Ich merkte, wie ich immer mehr am Rad drehte, ungeduldiger und reizbarer wurde. Vor allem Pausbacke gegenüber. Ich brauch jetzt ‘ne Pause, in meinen eigenen vier Wänden. Und wenn’s auch nur ein Tag ist. Oder eine Nacht mit Schlaf. Dann wird’s schon wieder gehen.
Fazit: meine Kinder betrteuen – ja. Aber bitte nicht länger als einen Tag am Stück. Für alles andere bin ich einfach nicht geschaffen. Sorry, ist halt so.
P.S.:
Demnächst gibt’s sicherlich auch erste Bilder von Muckl. Wo?! Na, hier in diesem Theater…
Ich habe jetzt sechs Tage lang bis vorhin keinen Beitrag geschrieben. Hintergrund für diese Zwangspause war natürlich Muckls Geburt und insbesondere die Tatsache, dass ich aufgrund Herzblatts damit verbundenem Krankenhausaufenthalt (fast) rund um die Uhr meine zwei erstgeborenen Kinder betreuen musste.
Am Abend des 14. Dezembers, nachdem ich "Krebs" veröffentlich hatte, rief mich Herzblatt an. Ins Detail möchte ich nicht gehen, aber es gab Anzeichen dafür, dass Muckls Geburt ins Haus stand. Kurz darauf waren wir auch schon zusammen im Krankenhaus. Für die bereits schlafenden Pausbacke und Zwerg Nase hatte Herzblatt kurzfristig freundliche Babysitter aus ihrer Nachbarschaft organisiert.
Im Krankenhaus erfolgten die üblichen Messungen und Untersuchungen (Muttermund, Gebärmutterhals, CTG). Es sah zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich nach einer baldigen Niederkunft aus. Trotzdem wurde Herzblatt sicherheitshalber über Nacht stationär aufgenommen. Ich war gegen 2 Uhr wieder bei den zwei Erstgeborenen Mehr